ardha baddha padma pascimottanasana
"halbe festgehaltene "Lotus-Zange""

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letzte Änderung: 3.8.2017
Name: ardha baddha padma pascimottanasana
Trivialname: halbe festgehaltene "Lotus-Zange"
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Vorwärtsbeuge
psychomental: .
physiologisch: .
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • Hier sollte die ischiocrurale Gruppe sehr gut vorbereitet sein, erstens damit die Vorwärtsbeuge so gut gelingt, daß der Fuß gegriffen werden kann und zweitens, da es sich um eine sitzende Vorwärtsbeuge handelt, damit die LWS sich danach nicht unangenehm anfühlt, wie es zuweilen nach sitzenden Vorwärtsbeugen zu beobachten ist. Hilfreich sind:
    1. uttanasana als allgemein effektive und effiziente Dehnung der ischiocruralen Gruppe für Vorbereitung der Flexion in den Hüften in dieser Haltung, damit nicht mangelhafte Flexion die Arbeit in den Schultern einschränkt
    2. prasarita padottanasana sehr ähnlich wie uttansana
    3. parsvottanasana als über die uttanasana hinausgehende Dehnung
    4. pascimottanasana
    5. janu sirsasana
    6. tryangamukhaikapada_pascimottanasana
    7. Hund Kopf nach unten als ebenfalls gute Vorbereitung der Ischiocruralen, wenn das Becken kraftvoll gekipppt wird
    8. Hüftöffnung IV als sehr wirksame, über die uttanasana hinausgehende Dehnung der Ischiocruralen
    9. Kriegerstellung 3
    10. trikonasana
    11. parivrtta trikonasana
  • Vorübungen zur Exorotation in der Hüfte sind auch sinnvoll:
    1. baddha konasana
    2. supta baddha konasana
    3. Halber Lotus Vorwärtsbeuge
    4. Hüftöffnung am Mattenrand
    5. Hüftöffnung 3
    6. Kriegerstellung 2
    7. caturkonasana
    8. parsvakonasana
    9. Theke
  • da sich der Arm, dessen Hand das Bein greift in Retroversion und Endorotation befindet, können ggf. auch hier Vorbereitungen erforderlich sein:
    1. Hund Kopf nach oben wärmt die Deltoideen auf
    2. purvottanasana falls der Tonus im Deltoideus zu hoch sein sollte
    3. uttanasana-Variante "Arme hinter dem Körper" ebenfalls für die Retroversionsfähigkeit
    4. uttanasana-Variante "Arme hinter dem Körper" ebenfalls für die Retroversionsfähigkeit
    5. namaste-Variante "auf dem Rücken" Retroversion mit leichter Endorotation
    6. maricyasana 1 für die Endorotation
    7. maricyasana 3 für die Endorotation
  • damit es beim Strecken, Greifen und Festhalten des Fußes nicht zu Krämpfen in der Fußsohle kommt, ist eine Vorbereitung zur plantaren Streckung sinnvoll und manchmal auch erforderlich. Hauptsächlich leisten das:
    1. baddha padasana als vermutlich präziseste Übung zur dorsalen Flexion im Fußgelenk
    2. virasana virasana leistet das, wenn auf die Streckung des Fußgelenks geachtet wird
    3. supta virasana leistet das auch, wenn auf die Streckung des Fußgelenks geachtet wird, hat aber andere, größere Herausforderungen
  • Nachbereitung:
    ähnliche asanas:
    Diagnostik (Nr.):
  • (721) ischiocrurale Gruppe: in vorwärtsbeugenden Bewegungen (Flexion in einer/beiden Hüften), aber auch unter Last in der Muskulatur der Beinrückseite lassen sich verschiedene Störungen auffinden:
    1. Verkürzungen der ischiocruralen Muskulatur, siehe FAQ
    2. Beschädigungen der ischiocruralen Muskulatur, die Schmerz oder funktionale Einschränkungen mit sich bringen, lassen sich hier ebenfalls gut, von einfacher Verspannung über Zerrung bis zum Muskel(An-/Teilab-/Ab-)riss. Abrisse würden zu einer Kraftminderung beim zügigen Verlassen der Haltung führen
    3. Reizungen des n. ischiadicus: gerade in Vorwärtsbeugen können Reizzustände des n. ischiadicus, der Bein und Fuß innerviert, symptomatisch werden, auch wenn sie sonst eher ruhig sind. Siehe dazu die FAQ
    4. Reizungen des Ansatzes der ischiocruralen Gruppe am tuber ischiadicum (Sitzbeinhöcker) werden in dieser Haltung deutlich zu Tage treten und bedürfen der Schonung vor intensiver Dehnung, wie sie diese Haltung fordert.
    5. Bakerzysten erzeugen ein Spannungs- oder Fremdkörpergefühl, siehe FAQ
  • Kyphose und Lordosen der Wirbelsäule: Unregelmäßigkeiten in der Kyphose der BWS werden hier bei gerundetem Rücken gut sichtbar. Ist die LWS nicht in der Lage, die Lordose aufzuheben, muß eine Hyperlordose der LWS vermutet werden. Physiologisch wäre ein Runden des Rückens, daß mit dem Kreuzbein beginnt und sich langsam in Richtung BWS steigert. Siehe dazu auch die FAQ
  • Beckenschiefstand/Skoliosen der Wirbelsäule: die als Skoliose bezeichneten seitlichen Abweichungen der Wirbelsäule aus der Sagittalebene werden ebenfalls in dieser Haltung recht gut sichtbar. Siehe dazu die FAQ
  • (241) Schulter: Hier läßt sich die Beweglichkeit der Schulter vor allem in Richtung Endorotation, nachrangig auch Retroversion erkennen, auch Seitenunterschiede, und ggf. gibt es Hinweise auf Erkrankungen der Schulter:
    1. Verkürzung des Deltoideus und anderer Muskeln, die eine hinreichende Endorotation nicht erlauben
    2. verschiedene schmerzhafte pathologische Veränderungen des Schultergelenks, die hier nicht alle diskutiert werden können und der Abklärung bedürfen. Facharzt ist b.a.w. der Orthopäde. .
    3. Seitenunterschiede in der Beweglichkeit
  • Varianten:
    Fuß nicht festhalten

    Anleitung Details
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      Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

      1. Wie immer in Lotus-artigen Beinpositionen kann es, abhängig von der Kniegesundheit, auch hier zu Schmerzen im Innenknie kommen. Tricks zum Umgang mit dieser Art Knieschmerz gibt es in der FAQ
       

      Varianten

      Fuß nicht festhalten

      Anleitung Details
           
          Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können