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"Quadrizepsdehnung 1 an der Wand"

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letzte Änderung: 6.8.2017
Name: __
Trivialname: Quadrizepsdehnung 1 an der Wand
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch:
psychomental: . __
physiologisch: . Dehnung des Quadrizeps
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • Da es sich hier um eine elementare Grundübung handelt, können kaum Vorübungen angegeben werden außer
    1. virasana
    2. supta virasana
    Generell synergistisch sind, allerdings nur, was die Dehnung der im BEcken liegenden Hüftbeuger (Iliopsoas) betrifft:
    1. Hüftöffnung 1
    2. Hüftöffnung 2
    3. Kriegerstellung 1
    Bei gegebener Rückengesundheit - also wenn keine Schäden an der Wirbelsäule und den Bandscheiben gegeben sind - kommen noch hinzu:
    1. Hund Kopf nach oben
    2. urdhva dhanurasana (Brücke)
    3. ustrasana (Kamel)
    sowie etliche weitere Rückbeugen mit Hüftextension
  • die Pomuskulatur und andere Extensoren müssen hier kraftvoll eingesetzt werden, um das Becken aufzurichten, das kann vorbereitet werden mit:
    1. utkatasana
    2. caturkonasana
    3. parsvakonasana
    4. Theke
    5. Kriegerstellung 2
    6. purvottanasana
    7. urdhva dhanurasana
    8. eka pada-Variante der urdhva dhanurasana
    9. setu bandha sarvangasana
    10. eka pada-Variante der setu bandha sarvangasana
    11. Kriegerstellung 3
    12. rückwärts gegen die Wand"-Variante" der Kriegerstellung 3
    sowie anderen diversen Rückbeugen
  • die Zehengrundgelenke müssen 90° nach dorsal flektiert werden, was oft recht schwierig ist. Vorbereitend sind:
    1. setu bandha sarvangasana
    sowie anderen diversen Rückbeugen
  • Nachbereitung:
  • Fühlt sich der untere Rücken nach der Haltung unangenehm gespannt an, helfen:
    1. parsva uttanasana
    2. balasana (virasana Vorwärtsbeuge, Kindstellung)
    3. parsva upavista konasana
    4. parivrtta trikonasana
    5. parsvottanasana
    6. Halber Lotus Vorwärtsbeuge
    7. karnapidasana
  • ähnliche asanas:
    Diagnostik (Nr.):
  • (711) Hohlkreuz: Ein trotz aller eingesetzten Pokraft übermäßiges Hohlkreuz in dieser Haltung weist auf verkürzte Hüftbeuger hin. Zu den Risiken des Hohlkreuzes siehe die FAQ
  • (811) Quadrizeps: Ursache für die Unfähigkeit, das weit gebeugte Knie an die Wand zu setzen oder es so weit zu beugen, daß der Po an die Wand kommt, Ist die Spannung der monoartikulären vastii des Quadrizeps. Wie beschrieben, geht diese Haltung noch über virasana hinaus und entspricht etwa virasana oder supta virasana mit aufgesetzten Füßen.
  • (644) LWS: in dieser Haltung können Probleme der LWS oder ihrer Muskulatur offenbar werden FAQ
  • Varianten:

    Anleitung Details
    1. knie mit dem Rücken zur Wand, verlagere das Körpergewicht auf einen Fuß, beuge das andere Knie weit, und setze es auf den Boden auf; setze den Fuß des auf dem Boden knienden Beins mit den Fußballen in einer solchen Höhe auf die Wand, daß die Fußsohle waagerecht ist. Stütze dich dabei auf den Händen ab
    2. setze den Fuß des zweiten Beins von der Wand weg zeigend in einem solchen Abstand auf die Wand, daß das Knie im oder etwas mehr als im rechtem Winkel gebeugt ist
    3. drücke aus Kraft des etwa rechtwinklig gebeugten Beins das Becken zur Wand und richte es dabei aus Kraft der Hüftextensoren (u.a. die Pomuskulatur) auf
    4. stütze Dich mit den Händen am Knie des etwa rechtwinkligen Beins ab und drücke aus Kraft der Arme den Körper vom Knie weg zur Wand
    1. Der Abstand des Knies auf dem Boden zur Wand sollte Null sein. Je nach Beweglichkeit der Quadrizeps ist dies nicht immer möglich. Wähle den kleinstmöglichen Abstand, bei dem der Oberkörper noch halbwegs aufgerichtet werden kann und die Übung nicht aus Kraftmangel beim Aufrichten abgebrochen werden muß. Wird ein zu großer Abstand gewählt, verliert die Haltung sehr an Wirksamkeit. Ein Stück weit kann das evtl. noch durch Aufrichten des Beckens kompensiert werden, aber nicht für jeden Abstand. Der passende Abstand des Knie von der Wand ist sowohl von den monoartikulären vastii des Quadrizeps abhängig als auch vom rectus femoris. Sind die vastii zu wenig beweglich, wird bei an der Wand stehendem Knie der Winkel des Oberschenkels zum Boden bereits so klein sein, daß ein halbwegs durchhaltbares Aufrichten des Oberkörpers kaum mehr möglich ist, selbst wenn die Hüften in 0° Flexion wären. Da aber zu erwarten ist, daß der rectus femoris in diesen Fällen nicht minder beweglichkeitseingeschränkt ist, wird das Becken gegenüber dem (zu flach stehenden) Oberschenkel nochmals deutlich geneigt (in Flexion in den Hüften) sein, so daß der Winkelabstand des Beckens von der Waagerechten möglicherweise schon kleiner ist als von der Senkrechten und ein durchhaltbares Aufrichten, zumal ohne Hohlkreuz, völlig unmöglich.
    2. Das Aufrichten des Beckens ist von großer Wichtigkeit für die Wirksamkeit der Haltung und das Wohlbefinden des unteren Rückens. Bei hinreichend kleinem Abstand des Knies zur Wand und Aufrichten des Beckens muß ein deutlicher Zug im rectus femoris zu spüren sein. Die Arbeit der Pomuskulatur und deren Einfluß auf die Intensität der Dehnung sollte deutlich spürbar sein.
    3. Da die Hüfte ein Gelenk mit dreidimensionalem Bewegungsspielraum ist, wird bei gegebenem Zug auf den Hüftbeugern das Becken kombiniert in allen drei Dimensionen ausweichen. Bei gegebenem Krafteinsatz dürfte das Gesamtmaß des Ausweichens immer das gleiche sein, wir können nur darüber entscheiden, wohin oder wovon weg wir es lenken. Typischerweise muß die Hüfte des vorn abstützenden Beins mit rechtwinklig gebeugtem Knie als Korrektur nach hinten, innen und unten. Häufig wird bei der Korrektur ein deutliches Mehr an Dehnungsempfindung verspürt.
    4. wie auch in supta virasana und virasanasollte der seitliche Abstand des Fußes auf der Wand zum Becken Null sein und der Fuß mit seiner Mittellinie senkrecht zur Wand. Ausweichtendenzen in Form Drehung des Oberschenkels pflanzen sich in den Unterschenkels fort, so daß es hier fast immer zu sichtbaren Abständen kommt, wenn nicht interveniert wird. Die Korrektur erfolgt typischerweise händisch direkt am Fuß und muß möglicherweise immer wieder oder dauerhaft vorgenommen werden. Es steht dann nur noch eine Hand für das Abstützen am anderen Knie zur Verfügung. Durch einen seitlichen Abstand zwischen Fuß und BEcken entsteht leicht eine Rotation des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel im Kniegelenk.
    5. Der Oberkörper soll in Verlängerung des Beckens stehen. Der Rücken wird nicht schnellstmöglich an die Wand gebracht sondern die Reihenfolge, in der die Wand erreicht wird, ist:
      1. Knie, sobald die Summe der Beweglichkeiten aus mono- und biartikulärem Quadrizeps das Abstützen nicht zu anstrengend macht
      2. Po, wenn auch das Becken fast aufgerichtet werden kann, es sollte kein nennenswertes, spürbares Hohlkreuz entstehen
      3. Rücken und Kopf, bei gestreckten Hüften
      Wenn die drei Zonen: Knie, Po, Rücken und Kopf leicht an die Wand kommen, ist die Wirkung der Haltung erschöpft, sie braucht dann - außer zur Kontrolle - nicht mehr geübt werden, stattdessen übe verstärkt Quadrizepsdehnung 2. Diese unterscheidet sich auf mehrfache Weise, mehr als der äußere Eindruck suggeriert. Wer Sport treibt oder andere Betätigungen ausübt, die die Beine gelegentlich oder sogar regelmäßig fordern, sollte selbst wenn die volle Beweglichkeit bzgl. dieser Haltung erreicht wurde, zur Kontrolle ab und zu mal die 1. Quadrizepsdehnung ausführen.
    6. Was das Beugen des Knie und damit die Beweglichkeitsanforderung in den vastii betrifft, geht diese Haltung über virasana und supta virasana hinaus. Während bei diesen das Limit der Beugung in den Knien erreicht ist, wenn die Sitzbeinhöcker am Bodens und damit auf Höhe des Fußrückens sind, können sie hier daran und sogar an den Fersen vorbei bis an die Wand. Vergleichbar wäre supta virasana mit aufgestellten Füßen, die allerdings in den Zehengrundgelenken extreme Flexibilität und Druckbelastbarkeit fordert.
    7. häufig entsteht in den Zehengrundgelenken eine ausgeprägte Mißempfindung. Ist die Fußsohle waagerecht, reicht dann die Beweglichkeit der Zehengrundgelenke in Richtung Dorsalflexion (Extension der Zehen) nicht aus. Verschärft werden Beweglichkeitsanforderungen und Mißempfinden, wenn die Fußballen höher sind als die Ferse. Sind sie niedriger, resultieren verminderte Beweglichkeitsanforderung und vermindertes Mißempfinden. Nicht selten lassen sich die Fußballen allerdings nicht so niedrig ansetzen, daß hinreichende Entlastung entsteht, dann reicht die Dorsalflexion des Fußgelenks nicht aus. Lösung könnte ein leicht vergrößerter Abstand des Knies von der Wand sein, der die benötigte Dorsalflexion verkleinert. Allerdings sollte dann die erreichbare Dehnungswirkung noch ausreichen, vermutlich muß dann das Becken kräftiger aufgerichtet werden.
    8. stütze dich mit den Unterarmen nicht auf den Oberschenkel ab, dies beugt das Becken in den Hüften nach vorn und widerspricht dem notwendigen Aufrichten des Beckens.
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten