samakonasana
"Seitwärts-Spagat"

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letzte Änderung: 9.8.2017
Name: samakonasana
Trivialname: Seitwärts-Spagat
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Haltung im Sitzen
psychomental: . __
physiologisch: . __
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • auch wenn das Becken nicht so offensichtlich aus Beweglichkeitseinschränkungen der ischiocruralen Gruppe nach hinten kippt wie in upavista konasana, so wird doch auch hier eine gute Flexibilität benötigt. Dazu bereite vor mit:
    1. uttanasana als allgemein effektive und effiziente Dehnung der ischiocruralen Gruppe für Vorbereitung der Flexion in den Hüften in dieser Haltung, damit nicht mangelhafte Flexion die Arbeit in den Schultern einschränkt
    2. prasarita padottanasana sehr ähnlich wie uttansana
    3. parsvottanasana als über die uttanasana hinausgehende Dehnung
    4. Hund Kopf nach unten als ebenfalls gute Vorbereitung der Ischiocruralen, wenn das Becken kraftvoll gekipppt wird
    5. Hüftöffnung IV als sehr wirksame, über die uttanasana hinausgehende Dehnung der Ischiocruralen
    6. Kriegerstellung 3
    7. trikonasana
  • die andere kardinale Voraussetzung ist natürlich ausnehmend gute Flexibilität der Adduktoren, auch des m. gracilis. Wichtigste Vorübungen sind:
    1. upavista konasana DIE Vorübung
    2. trikonasana
    3. ardha chandrasana
  • Nachbereitung:
    ähnliche asanas:
    Diagnostik (Nr.):
  • (650) Kyphose und Lordosen der Wirbelsäule: die Abweichungen von der physiologischen Doppel-S-Form der menschlichen Wirbelsäule werden in dieser Haltung recht gut sichtbar. In LWS und HWS sollte ein gewisses Maß an Lordose (von vorn konvexe Wirbelsäule) und in der BWS ein gewisses Maß an Kyphose (von hinten konvexe Wirbelsäule) vorhanden sein. Siehe dazu die FAQ
  • (651) Beckenschiefstand/ungleiche Schulterhöhe/Skoliosen der Wirbelsäule: die als Skoliose bezeichneten seitlichen Abweichungen der Wirbelsäule aus der Sagittalebene werden ebenfalls in dieser Haltung recht gut sichtbar. Siehe dazu die FAQ
  • (704) Hüftgelenk: gerade die weit exorotierten, abduzierten Haltungen und Bewegungen lösen Schmerzen bei bestehenden Hüftschäden aus
    1. Arthrotische Veränderung (degenerativ mit Knorpelschwund) des Gelenks
    2. Arthritiden (Gelenksentzündungen) verschiedener Art
    3. Morbus Perthes würde klassischer Weise ausgeprägt auf diese Haltung reagieren
    4. Dyslokation / Subluxation, die ein deutlich erhöhtes Spannungsempfinden in verschiedenen das Hüftgelenk überziehenden Muskeln verursachen würde
    5. erlittene Gelenktraumata, die ggf auch noch nach vielen Wochen oder Monaten Schmerzen im Gelenk verursachen
  • (751) (756) Adduktoren: in dieser Haltung werden die Adduktoren gedehnt. Damit lassen sich u.a. Schäden daran erkennen:
    1. Verkürzungen
    2. Reizzustände der Sehnen der Ursprünge und Ansätze, die sich in ziehendem Schmerz mit länglich ausgedehntem Verlauf bemerkbar machen
    3. Verspannungen, die ein quälendes, weit über normale Dehnungen hinausgehendes Gefühl in der Muskulatur verursachen
    4. An-/Teilab-/Abrisse von Adduktoren, die im Falle eines Abrisses mit einem lauten Geräusch beeindrucken, danach ggf. mit Hämatombildung und Schwellung
    5. Seitendifferenzen in der Beweglichkeit, die einen Beckenschiefstand und eine konsekutive Skoliose verursachen können
  • Varianten:
    mit Wand

    Anleitung Details
    1. nehme upavista konasana ein
    2. vergrößere langsam den Winkel, bist 180° erreicht sind
    3. für die Hände gibt es mehrere Möglichkeiten: sie können in namaste gefaltet werden, auf den Oberschenkeln abgelegt werden oder hinter dem Becken abstützen
    1. samakonasana wird durch konsequentes üben von upavista konasana erreicht. Wie dort erklärt, führt ein Weg darüber, die Haltung an der Wand zu üben und immer, wenn die Dehnung ein wenig nachläßt, das Becken weiter an die Wand heran zu heben. Für die letzten Grad müssen Klötze zwischen Wand und Füße gelegt werden, da sonst keine Hand mehr vor das Becken passt um es nach vorn zu heben. Grundsätzlich gäbe es auch die Möglichkeit, mit hinter dem Becken abstützenden Händen das Becken nach vorn zu heben, das verleiht jedoch weniger Kontrolle über diese Bewegung
    2. den gestreckten Winkel von 180° kann man an der Beininnenseite festmachen oder, was anatomisch präziser ist und einem größeren realen Winkel entspricht, an der Linie der Gelenke Hüfte, Knie, Fußgelenk, die sich bei einem gestreckten Bein in der sogenannten Mikulicz-Linie befinden, also in Linie sind. Wenn Knie und Fußgelenke aneinanderliegen, divergieren die Mikulicz-Linien beider Beine von den Füßen zum Oberkörper hin, woraus sich ergibt, daß der 180°-Winkel der Mikulicz-Linien ein anderer ist als der der Beininnenseiten. Eine weiteres, dan dem man den 180°-Winkel orientieren könnte, wären Femur (Oberschenkelknochen) und Tibia (Schienbein), allerdings ist der Verlauf des Femur nur ungefähr zu erahnen, da er zum Oberschenkelhals im 120°-Winkel abknickt
    3. samakonasana (und eine weite upavista konasana ebenfalls) ist möglicherweise die Haltung mit der am leichtesten gerade zu haltenden Wirbelsäule. Dies stellt eine kardinale Anforderung an Meditationshaltungen dar, jedoch spricht eine andere wichtige Forderung, daß eine Meditationshaltung stabil sein muß, sehr stark gegen samakonasana und upavista konasana. Diese sind sehr instabil. Das Körpergewicht ruht weitestgehend mittig auf den Sitzbeinhöckern und es sind nur leichteste Bewegungen des Körpers oder der Arme nötig, um dieses Gleichgewicht und den Punkt auf dem Du sitzt, zu verändern oder Dich zu kippen
    4. die Beine sind wie in tadasana gehalten, Knie gestreckt (nicht mit Kraft strecken), Innenfüße genauso sehr weggestreckt wie die Außenfüße, also weder Pronation noch Supination und die Ferse weggestreckt (auch hier: nicht mit Kraft). Meist reicht ein einmaliges Wegstrecken der Ferse, dauernde Arbeit der Fußhebermuskulatur ist nicht wünschenswert
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten

      mit Wand

      Anleitung Details
       
      Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

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