tolasana
"Waage"

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letzte Änderung: 10.8.2017
Name: tolasana
Trivialname: Waage
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Haltung
psychomental: . __
physiologisch: . __
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • Wenn eine Krampfneigung des Trizeps bekannt ist, sollte er vorab gedehnt werden:
    1. obere Hälfte der gomukhasana mit dem Arm, der gekrampft hat als oberer Arm
  • Die Arbeit der Schultern (kraftvolle Depression der Schulterblätter) kann vorbereitet werden mit:
    1. Hund Kopf nach oben
    2. Hund Kopf nach oben
  • gegen die vorhandene Neigung des Rückens kyphotisch zu krümmen:
    1. "Tisch"-Variante der uttanasana
    2. rechtwinklige uttanasana
    3. Kriegerstellung 3
    4. upavista_konasana in der Variante "Zug an den Füßen"
  • für den Lotussitz sollte die Exorotation vorbereitet werden:
    1. halber Lotus Vorwärtsbeuge
    2. baddha konasana
    3. supta baddha konasana
    4. Hüftöffnung am Mattenrand
    5. Hüftöffnung III
    6. caturkonasana
    7. parsvakonasana
    8. Theke
  • um die Beine gegen die Schwerkraft und die Streckmomente der Extensoren der Hüfte anheben zu können, übe:
    1. tolasana mit gestrecken Beinen
    2. navasana
  • Um die Knie weit beugen zu können, brauchen die Quadrizeps eine gewissen Dehnung:
    1. virasana
    2. supta virasana
    3. Quadrizepsdehnung 1 an der Wand
    4. Quadrizepsdehnung 2 an der Wand
    5. ardha supta kroncasana
    6. supta kroncasana
  • Die Streckung der Fußgelenke läßt sich verbessern mit:
    1. baddha padasana als vermutlich präziseste Übung zur dorsalen Flexion im Fußgelenk
    2. virasana virasana leistet das, wenn auf die Streckung des Fußgelenks geachtet wird
    3. supta virasana leistet das auch, wenn auf die Streckung des Fußgelenks geachtet wird, hat aber andere, größere Herausforderungen
  • Nachbereitung:
    ähnliche asanas:
    Diagnostik (Nr.):
  • (302) Trizeps: Ein wenig Kraft des Trizeps ist in dieser Haltung notwendig, um die Arme gegen die Schwerkraft gestreckt zu halten Zittern ind den Armen oder unfreiwilliges Beugen der Ellbogen, weist auf einen Mangel an Kraft im Trizeps hin; Krampfneigung und Krampf kann einen erhöhten Tonus und ebenfalls einen Mangel an Kraft bedeuten. :
  • (401) (402) Handgelenk: in weitgehender dorsaler Flexion und unter größerer Last treten am ehesten Schwächen der Handgelenke zu Tage
    1. Ganglion, meist im dorsalen Bereich zwischen Hand und Unterarm, erzeugt Druckempfindung bei dorsaler Flexion des Handgelenks
    2. Sehnenscheidenentzündung der Sehnen der palmaren Flexoren oder Fingerbeuger
    3. Karpaltunnelsyndrom: Verschlechterung der Symptomatik in dieser Haltung
    4. Brüche und Anbrüche von Handwurzelknochen, allen voran dem Kahnbein
    5. Arthrotische Veränderung (degenerativ mit Knorpelschwund) des Gelenks
    6. Arthritiden (Gelenksentzündungen) verschiedener Art
    7. Dyslokation / Subluxation, die ein deutlich erhöhtes Spannungsempfinden in verschiedenen das Hüftgelenk überziehenden Muskeln verursachen würde
    8. erlittene Gelenktraumata, die ggf auch noch nach vielen Wochen oder Monaten Schmerzen im Gelenk verursachen
    aber auch rein muskuläre Symptome wie:
    1. Verkürzungen/Hypertonus der dorsalen Flexoren des Handgelenks, die sich dann krampfartig in der dorsalen Seite des Ellbogengelenks bemerkbar machen
    2. Verkürzungen/Hypertonus der dorsalen Flexoren des Handgelenks, die die dorsale Flexion des Handgelenks in der ausführenden Muskulatur auf der palmaren Seite des Unterarms dehnungsschmerzhaft machen
    3. Golferellbogen: Belastungsschmerz an der Ursprungsstelle von Muskeln der inneren ulnaren Seite des Unterarms im Übergang zum Oberarm
  • (650) Kyphose und Lordosen der Wirbelsäule: die Abweichungen von der physiologischen Doppel-S-Form der menschlichen Wirbelsäule werden in dieser Haltung recht gut sichtbar. In LWS und HWS sollte ein gewisses Maß an Lordose (von vorn konvexe Wirbelsäule) und in der BWS ein gewisses Maß an Kyphose (von hinten konvexe Wirbelsäule) vorhanden sein. Siehe dazu die FAQ
  • (651) Beckenschiefstand/ungleiche Schulterhöhe/Skoliosen der Wirbelsäule: die als Skoliose bezeichneten seitlichen Abweichungen der Wirbelsäule aus der Sagittalebene werden ebenfalls in dieser Haltung recht gut sichtbar. Siehe dazu die FAQ
  • (602) Rückenstrecker: In dieser Haltung wird ein wenig Kraftausdauerfähigkeit der Rückenstrecker benötigt. Die Bauchmuskeln helfen dabei, das Becken nicht nach vorn-unten ins Hohlkreuz fallen zu lassen, womit die Knie vermutlich den Boden berühren würden. Die dadurch entstehende Flexion in der Wirbelsäule muß vom Rückenstrecker ausgeglichen werden.
  • (811) Quadrizeps: Hauptursache für die Unfähigkeit, die Knie so weit zu beugen, daß die Fußgelenke (statt der Vorfüße) auf dem Oberschenkel liegen, ist die Beweglichkeitseinschränkung bzw. der Tonus der monoartikulären Quadrizepsanteile, die ein Streckmoment im Knie bewirken.
  • (884) Knie: in dieser Haltung werden Knieprobleme, die mit weitem Beugen (und zusätzlicher Endorotation des Oberschenkels im Kniegelenk) assoziiert sind, sehr gut offenbar. Das können zum Beispiel sein: traumatische oder degenerative Meniskusschäden, Arthrosen, Arthritiden, Subluxationen, Bandschäden, Plica-Syndrome und andere, siehe dazu die FAQ
  • (913) Muskulatur der Fußsohle: in dieser Haltung können Krämpfe in der Muskulatur der Fußsohle auftreten. Das kann eine Folge vom zu hohem Tonus sein, der aus inadäquatem Schuhwerk oder Deformitäten der Füße und entsprechend pathologisch veränderten Muskelbelastungen resultiert oder Folge der Benutzung der Füße in Alltag oder Sport.
  • (921) Fußgelenk: Streckdefizit in plantarer Flexion: in dieser Haltung wird eine ca. 180° plantare Streckfähigkeit des Fußgelenks benötigt, ein Streckdefizit äußert sich sich in erhöhtem Druck des Fußrückens auf den Oberschenkel:
  • Varianten:
    mit gestreckten Beinen

    Anleitung Details
    1. nehme den Lotussitz padmasana ein
    2. drücke die Hände neben dem Becken auf den Boden, so daß die Hände nach vorn zeigen und ein wenig weiter vorn sind als das Gesäß
    3. drücke die Hände zunehmend fester auf den Boden und bringe langsam aber sicher alle mögliche Kraft in die Arme, um den Rumpf zwischen den Armen anzuheben
    1. wenn der Druck der Hände auf den Boden so kräftig geworden ist, daß das Becken abhebt, wird sich dieses die richtige Position von selbst suchen. Es resultiert daraus ein kurzes Schaukeln des Beckens nach vorn und hinten. Dieses Schaukeln kann aus Kraft beispielsweise der Schultermuskulatur vermindert und abgestoppt werden
    2. zum Zweck des Übens des Arm-/Handeinsatzes kann das oben beschriebene Schaukeln auch ausgebaut und erkundet werden. Es läßt sich willkürlich beliebig verlängern und auch deutlich verstärken
    3. drehe beide Arme aus (Innenellbogen und Bizeps nach vorn)
    4. besteht die Neigung, die Arme zu überstrecken, ist wie in anderen Haltungen auch, der Einsatz des Armbizeps nötig, um das zu vermeiden bzw. die ggf. daraus resultierenden Schmerzen im äußeren Ellbogenspalt zu verringern oder vermeiden
    5. der Oberkörper soll in dieser Haltung durchgestreckt sein. Das Anheben der Knie soll nicht durch das Runden des Rückens ermöglicht werden
    6. die Fähigkeit, die verschränkten Beine anzuheben, ist i.a. nicht, wie gerne behauptet, eine Frage der Proportionen, sondern der Fähigkeit, in den Schultern kraftvoll die entsprechende Bewegung auszuführen. Um das Proportionsargument zu entkräften, bzw. bei tatsächlich "zu langen" Armen, kann dem Rücken eine entsprechende Rundung gestattet werden, wodurch zusammen mit dem maximalen Anheben der Beine das Loslösen der Knie vom Boden möglich sein sollte.
    7. strecke die Handgelenke, die Handfläche und die Finger durch, wobei die Finger leicht gespreizt sind
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten

      mit gestreckten Beinen

      Anleitung Details
      1. sitze in dandasana
      2. setze die Hände neben dem Becken auf
      3. strecke den Rücken und hebe den Oberkörper maximal an
      4. hebe ohne Schwung die Beine vom Boden ab
      1. damit der Schwerpunkt zwischen den Handflächen sein kann, wie es für eine stabile Haltung erforderlich ist, muß das Becken aus der Ausgangsposition ein wenig nach hinten bewegen
      2. versuche nicht, die Beine mit Schwung sondern mit langsam immer weiter gesteigerter Kraft anzuheben
      3. die Brustwirbelsäule hat die Neigung in eine konvexe Krümmung zu fallen. Strecke den Rücken durch und hebe das Brustbein an
      4. Die Knie sollen gestreckt sein. Das dafür notwendige Strecken mit Kraft der Quadrizeps führt wegen des sehr starken Einsatzes der Hüftbeuger im rectus femoris schnell zum Krampf. Bereite daher die Ischiocruralen sehr gut vor, damit die Widerstände gegen das Anheben möglichst gering sind.
       
      Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können