Unterarmdehnung palmar in upavista konasana
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letzte Änderung: 10.8.2017
Name: Unterarmdehnung palmar in upavista konasana
Trivialname: __
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Funktionale Haltung
psychomental: . __
physiologisch: . __
Wirkungen:
Vorbereitung: Zu dieser unidimensionalen funktionalen Übung werden keine Vorübungen angegeben
Nachbereitung:
ähnliche asanas:
Diagnostik (Nr.):
  • (341) palmare Flexoren: Diese Übung differenziert nicht zwischen Fingerbeugern und Plantarflexoren des Handgelenks. Ist es nicht möglich, sämtlichen auf den Boden gedrückten Fingern den Ellbogen deutlich zu beugen, handelt es sich um mehr oder weniger ausgeprägt verkürzte plantare Flexoren des Handgelenks bzw.. Flexoren der Finger.
  • (401) (404) Handgelenk: in weitgehender dorsaler Flexion und unter einer gewissen Last Last treten möglicherweise Schwächen der Handgelenke zu Tage:
    1. Ganglion, meist im dorsalen Bereich zwischen Hand und Unterarm, erzeugt Druckempfindung bei dorsaler Flexion des Handgelenks
    2. Sehnenscheidenentzündung der Sehnen der palmaren Flexoren oder Fingerbeuger
    3. Karpaltunnelsyndrom: Verschlechterung der Symptomatik in dieser Haltung
    4. Brüche und Anbrüche von Handwurzelknochen, allen voran dem Kahnbein
    5. Arthrotische Veränderung (degenerativ mit Knorpelschwund) des Gelenks
    6. Arthritiden (Gelenksentzündungen) verschiedener Art
    7. Dyslokation / Subluxation, die ein deutlich erhöhtes Spannungsempfinden in verschiedenen das Hüftgelenk überziehenden Muskeln verursachen würde
    8. erlittene Gelenktraumata, die ggf auch noch nach vielen Wochen oder Monaten Schmerzen im Gelenk verursachen
    aber auch rein muskuläre Symptome wie:
    1. Verkürzungen/Hypertonus der dorsalen Flexoren des Handgelenks, die zu einer Krampfneigung derselben führen.
    2. Golferellbogen: Belastungsschmerz an der Ursprungsstelle von Muskeln der inneren ulnaren Seite des Unterarms im Übergang zum Oberarm
  • Varianten:

    Anleitung Details
    1. sitze in upavista konasana
    2. kippe das Becken ein wenig nach vorn
    3. setze die zum Becken zeigenden Finger schulterbreit ca. 30 cm vor dem Becken auf den Boden, wobei die Handgelenke und -flächen hinter den Fingern liegen.
    4. rolle Fingerglied für Fingerglied auf den Boden
    5. drücke die Handfläche auf den Boden
    6. drücke jedes einzelne Fingerglied im folgenden kräftig auf den Boden
    7. beuge die Ellbogen entlang der Sehne des Mittelfingers nach hinten (also bei parallelen Sehnen der Mittelfinger in Richtung knapp seitlich am Becken vorbei) bis zur maximal zumutbaren Dehnungsempfindung
    8. variiere ggf. den Winkel zwischen den Händen in eine Richtung, bei der die Handgelenke weiter nach außen gehen zuvor
    1. während der Übung neigen die Fingergelenke dazu wieder zu beugen und auch vom Boden abzuheben. Drücke alle Fingergelenke beider Hände mit ein wenig Kraft während der ganzen Übung auf den Boden. Es reicht nicht, wenn es so aussieht, als wären die Fingergelenke gestreckt, sie müssen mit nennenswertem Druck auf den Boden drücken. Insbesondere, wenn die Handfläche aufsetzt oder das Ellbogengelenk gebeugt wird, neigen die Fingergelenke dazu, an Druck zu verlieren. Da es sich bei den zu dehnenden Muskeln um polyartikuläre Gelenke handelt, ist die Streckung in jedem einzelnen Gelenk wichtig
    2. beuge die Ellbogen exakt nach hinten. Der anatomischen Neigung folgend würden die Ellbogen gerne näher an den Oberkörper heranbewegen als der geradlinigen Bewegung nach hinten entspricht. Das ist allerdings eine Ausweichbewegung und deren Korrektur macht das in Form vermehrter Dehnungsempfindung klar.
    3. lasse die Schulterblättern unten
    4. in vielen Fällen ist eine Beugung der Ellbogen noch nicht möglich. Sinnvolle und einige mögliche Vorstufe wird dann der Versuch sein, die Handflächen weiter in Richtung Boden zu bewegen
    5. häufig wird intensivere Dehnung empfunden, wenn die Hände mehr gedreht werden. Das Auseinanderbewegen der Handgelenke bei unveränderter Position des Mittelfingers (als Referenz) enspricht einer weiteren Exorotation des Oberarms im Schultergelenk
    6. Diese Haltung funktioniert auch, wenn der Winkel zwischen den Oberschenkeln in upavista konasana noch nicht so groß ist. Der Abstand der Hände ist dann zwar geringer, das tut der Haltung aber wenig Abbruch. Schwieriger wäre eine deutlich beweglichkeitseingeschränkte ischiocrurale Gruppe, bei der das Becken noch deutlich nach hinten kippt. In diesem Fall könnte ggf. eine Erhöhung unter den Sitzbeinhöckern hilfreich sein.
    7. diese Haltung wirkt kräftiger und ist wegen der Variation des Winkels mächtiger als die Unterarmdehnung palmar. Beide gehören in die Therapie des Golferellbogens und sind überall dort von Nutzen, wo Sport, Handwerk u.a. die palmaren Flexoren des Handgelenks und die Fingerbeuger eingesteift haben.
    8. verteile den Druck gleichmäßig zwischen Innen- und Außenhand
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten