viparita karani
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letzte Änderung: 15.11.2017
Name: viparita karani
Trivialname: __
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Entspannungs-Haltung
psychomental: . __
physiologisch: . __
Wirkungen:
Vorbereitung:
Nachbereitung:
ähnliche asanas:
Diagnostik (Nr.):
Varianten:
auf Bolster

Anleitung Details
  1. liege mit dem Po etwa 30 cm von der Wand entfernt und lehne die Beine an der Wand an
  2. die Füße werden dabei einen gewissen Abstand einnehmen wollen. Lasse die Beine völlig entspannt. Wenn dies nicht möglich ist ohne da die Knie beugen, vergrößere den Abstand von der Wand bis dies möglich geworden ist
  3. lege die Arme völlig entspannt auf 20° - 30° neben dem Körper ab
  4. lasse etwa noch vorhandene Spannung aus allen Körperteilen weichen, auch aus der Gesichtsmuskulatur
  1. selbstverständlich gelten viele Aussagen zur savasana hier ebenso
  2. viparita karani erinnert ein wenig an die medizinische Schocklage oder die Stufenbettlage, mit letzterer gemein hast sie auch tatsächlich, richtig ausgeführt, die Entlastung des unteren Rückens. Während in savasana beweglichkeitseingeschränkte Hüftbeuger über ihre Ursprünge an den Darmbeinschaufeln (m. iliacus) und der LWS (m. psoas major) die LWS ins Hohlkreuz ziehen, bringen die Sufenbettlage und viparita karani durch gebeugte Hüften Entlastung.
  3. Der Abstand des Beckens soll bei durchschnittlicher Beweglichkeit der ischiocruralen Gruppe in aller Regel ca. 30 cm betragen. Zu kleine Abstände - gemessen an deren Flexibilität - würden zu einer Beugeneigung der Beine führen und sind daran erkennbar, zu große Abstände vermindern die entspannende Wirkung auf den Bereich der LWS. Eine Kriterium für die untere Grenze des Abstandes ist, daß die Beine mühelos gestreckt bleiben können, daß also das schwerkraftbedingte Streckmoment in den Knien durch die gegen die Senkrechte geneigten Beine von dem Zug der ischiocruralen Gruppe nicht aufgewogen wird.
  4. Wie in savasana ist auch hier der Körper völlig passiv und in maximaler Ruhe. Daß heißt insbesondere für die Beine, daß deren Position so beschaffen sein muß, daß überhaupt kein Aufwand zur Aufrechterhaltung ihrer Position betrieben werden braucht. Sie werden dazu neigen, eine gewisse Exorotation einzunehmen, je nach genauer Beweglichkeit der ischiocruralen Gruppe, Winkel der Beine zur Senkrechten sowie Masse der Beine könnte eine Beugung von wenigen Grad in den Knien auftreten. Wünschenswert wäre jedoch, daß die Knie völlig ruhig und ohne größeren Widerstand in die Streckung fallen.
  5. ein eher seltener Fall ist, daß bei gut beweglicher ischiocruraler Gruppe auch dann noch die Knie in eine unangenehme Überstreckung fallen, wenn der Abstand des Pos von der Wand bereits auf fast Null reduziert wurde. Dann braucht es einen Gegenstand wie eine Rolle oder zusammengerollte Decke oder Matte, der in die Kniebeuge gelegt wird, um die Überstreckung zu begrenzen oder zu verhindern. Damit die Beine mit dieser Konstruktion wieder mühelos gestreckt werden können, muß der Abstand bis zur Erfüllung dieser Forderung wieder vergrößert werden
  6. zusätzlich vom Abstand des Pos von der Wand kann das Becken auch noch auf eine kleine Erhöhung gelegt werden, woamit der Flexionswinkel in den Knien weiter verkleinert wird. Selbstverständlich sollte die Erhöhung nicht so hoch sein, daß dadurch für die obere LWS / untere BWS eine Rückbeuge entsteht.
  7. wie in savasana sollten auch hier die Oberarme aus den Schultern exorotiert und die Unterarme supiniert abgelegt werden. Die Hand hat minimale Spannung und wird sich je nach Spannung der relevanten Flexoren ein Stück weit gegenüber dem gestreckten Zustand schließen. Die Handfläche zeigt tendenziell zur Decke, je nach Grad der Kyphosierung der BWS liegt der Kopf leicht in Reklination, dann kann die HWS durch eine Unterstützung des Kopfes begradigt werden.
 
Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

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Varianten

auf Bolster

Anleitung Details
  1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein, lege aber das Becken statt auf den Boden auf ein nicht allzu dickes Bolster oder auf einige Decken
  1. wie bereits oben beschrieben, führt die Erhöhung zu einem geringeren Flexionswinkel in den Hüften, was auf den rectus femoris entspannender wirken kann, aber auch einen etwas kleineren Abstand von der Wand erlaubt. Zudem hilft es in Fällen, da die Auflage des Kreuzbeins auf dem Boden als unangenehm empfunden wird. Die Erhöhung sollte aber nicht zu hoch sein, damit keine nennenswerte konkave Wölbung in der oberen LWS / untere BWS entsteht.
 
Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

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