dhanurasana
"Bogen"

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letzte Änderung: 4.8.2017
Name: dhanurasana
Trivialname: Bogen
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Haltung
psychomental: . ___
physiologisch: . Dehnung der Hüftbeuger, der Bauchmuskulatur
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • Je nach Tonus und Beweglichkeit wird der rectus femoris der limitierende Faktor sein. Bereite ihn vor mit :
    1. virasana
    2. supta virasana
    3. Quadrizepsdehnung 1 an der Wand
    4. Quadrizepsdehnung 2 an der Wand
  • Um die Schultermuskulatur aufzuwärmen, eignen sich v.a.:
    1. Hund Kopf nach oben als Haltung, die vor allem durch korrekt ausgeführte Übergänge von und zum Hund Kopf nach unten die Schultern auf kraftvolle Arbeit vorbereitet
    2. purvottanasana falls der Tonus im Deltoideus zu hoch sein oder durch die Vorbereitung geworden sein sollte
  • Ein übermäßiges Hohlkreuz in dieser Haltung weist auf verkürzte Hüftbeuger hin. Zu dem Risiken des Hohlkreuzes siehe die FAQ:
    1. Hüftöffnung 1
    2. Hüftöffnung 2
    3. Kriegerstellung I
    Bei gegebener Rückengesundheit - also wenn keine Schäden an der Wirbelsäule und den Bandscheiben gegeben sind - kommen dazu:
    1. Hund Kopf nach oben
    2. urdhva dhanurasana (Brücke)
    3. ustrasana (Kamel)
    sowie etliche weitere Rückbeugen mit Hüftextension
  • Für die hier erforderliche Retroversion der Arme übe:
    1. purvottanasana ("8 Schätze")
    2. Schulterstand
  • Die Dehnung des geraden Bauchmuskels ist auch eine sinnvolle Vorbereitung:
    1. Hund Kopf nach oben
    2. ustrasana
    3. urdhva_dhanurasana
  • Falls eine Neigung der LWS-Bereiches zu Beschwerden vorliegt oder der Tonus der Muskulatur in der LWS aktuell zu hoch ist, können vorab geübt werden:
    1. parsva uttanasana
    2. virasana Vorwärtsbeuge (Kindstellung)
    3. parsva upavista konasana
    4. parivrtta trikonasana
    5. parsvottanasana
    6. Halber Lotus Vorwärtsbeuge
    7. karnapidasana
  • Nachbereitung:
  • Was vor Beginn der Haltung geeignet war, um den Tonus der Rückenmuskeln in der LWS herabzusetzen, ist auch nach der Haltung geeignet, falls sich zu viel Spannung in der LWS-Muskulatur angehäuft haben sollte:
    1. parsva uttanasana
    2. virasana Vorwärtsbeuge (Kindstellung)
    3. parsva upavista konasana
    4. parivrtta trikonasana
    5. parsvottanasana
    6. Halber Lotus Vorwärtsbeuge
    7. karnapidasana
  • ähnliche asanas:
    Diagnostik (Nr.):
  • (711) Ein übermäßiges Hohlkreuz in dieser Haltung weist auf verkürzte Hüftbeuger hin. Zu den Risiken des Hohlkreuzes siehe die FAQ Hilfreich sind dann:
    1. Hüftöffnung 1
    2. Hüftöffnung 2
    3. Kriegerstellung I
    Bei gegebener Rückengesundheit - also wenn keine Schäden an der Wirbelsäule und den Bandscheiben gegeben sind - kommen dazu:
    1. Hund Kopf nach oben
    2. urdhva dhanurasana (Brücke)
    3. ustrasana (Kamel)
    sowie etliche weitere Rückbeugen mit Hüftextension
  • (293) übermäßige Spannung im Trapezius: der am Anheben und der Drehung der Schulterblätter maßgeblich beteiligte Trapezius gehört wohl zu den meist verspannten Muskeln der westlichen Zivilisation. Innere und äußere Haltung, darunter heute verbreitete Bildschirmarbeitsplätze, tragen in erheblichem Maße dazu bei. Zeigt der Trapezius in urdhva hastasana schon nach kurzer Zeit eine Krampfneigung, muß von einer überhöhten Spannung ausgegangen werden.
  • (230) Schulter : Hier läßt sich die Beweglichkeit der Schulter in Richtung Retroversion erkennen, auch Seitenunterschiede, und ggf. gibt es Hinweise auf Erkrankungen der Schulter:
    1. verschiedene pathologische Veränderungen des Schultergelenks wie z.B. Impingement-Syndrom (Highlight: Schmerzen zwischen ca. 70° und 130° frontaler Abduktion), Frozen shoulder, Verkalkungen der Bizepssehne, die hier nicht alle diskutiert werden können und der Abklärung befürfen. Facharzt ist b.a.w. der Orthopäde. .
    2. Seitenunterschiede in der Beweglichkeit
  • (650) Kyphose und Lordosen der Wirbelsäule: ein übermäßiges Hohlkreuz wird, insbes. bei einer minder beweglichen BWS hier gut sichtbar. Siehe dazu die FAQ
  • (811) Hüftbeuger: die Beweglichkeit der Hüftbeuger wird durch die Extensionsanforderung dieser Haltung gut sichtbar. Dazu gehören die im Becken liegenden, also der iliopsoas, aber auch wegen der gebeugten Knie der rectus femoris.
  • (704) Hüftgelenk: Schäden des Hüftgelenks könnten unter der weiten Extension offenbar werden:
    1. Arthrotische Veränderung (degenerativ mit Knorpelschwund) des Gelenks
    2. Arthritiden (Gelenksentzündungen) verschiedener Art
    3. Dyslokation / Subluxation, die ein deutlich erhöhtes Spannungsempfinden in verschiedenen das Hüftgelenk überziehenden Muskeln verursachen würde
    4. erlittene Gelenktraumata, die ggf auch noch nach vielen Wochen oder Monaten Schmerzen im Gelenk verursachen
  • (885) Knie: in dieser Haltung werden Knieprobleme, die mit weitem Beugen unter einer gewissen Last (Streckbewegung in den Knien) assoziiert sind, sehr gut offenbar Das können zum Beispiel sein: traumatische oder degenerative Meniskusschäden, Arthrosen, Arthritiden, Subluxationen, Bandschäden, Plica-Syndrome und andere, siehe dazu die FAQ
  • (921) Fuß / Fußgelenk in dieser Haltung wird ein Streckdefizit des Fußgelenks im Sinne der plantaren Flexion sichtbar, möglicherweise auch Defizite am Fuß und Fußgelenk wie etwa Fehlstellungen, erlittene Supinationstraumata...
  • (913) Krampf in der Muskulatur der Fußsohle oder der Wade: in dieser Haltung wird die Fußsohle gestaucht, Krämpfe in der Fußsohle können auf vorangegangene (auch chronische) Fehlbelastungen und Verkürzungen der Muskulatur hinweisen. Eine unter hohem Tonus stehende Wadenmuskulatur kann zu Krämpfen neigen
  • Varianten:

    Anleitung Details
    1. liege bäuchlings auf dem Boden. Beuge die Knie an und greife seitengleich mit den Händen zu den Füßen
    2. drücke die Schambeinhöcker aus Kraft der Gesäßmuskulatur auf den Boden
    3. strecke in den Knien um mit den Armen die Füße nach oben-rückenwärts zu ziehen und hebe damit und mit der Kraft der Rückenmuskulatur den Oberkörper an
    4. nimm den Kopf maximal in den Nacken
    1. die Bewegung des Kopfes in Richtung der Reklination (zum Rücken hin) fördert die Rückbeugebewegung des Oberkörpers. Es mag allerdings Gründe geben (HWS-Probleme, Neigung zu in der Nackenmuskulatur entstehenden Verspannungskopfschmerzen), diese Kopfbewegung zu unterlassen
    2. die kräftige Arbeit der Gesäßmuskulatur - nicht im Sinne des seitwärtigen Zusammenkneifens, sondern der Förderung der Extension in den Hüften, also parallel zur Körperachse - ist wie in allen Rückbeugen auch hier wichtig für das Wohlbefinden des unteren Rückens
    3. bewege die Schulterblätter nach hinten-unten-innen
    4. größere Bewegungseinschränkungen der Hüftbeugermuskulatur können diese Übung ggf. unmöglich machen. Zu diagnostizieren sind sie einfach mit dem Hüftbeugerbeweglichkeitstest
    5. beide Arme sind in dieser Haltung gestreckt und drehen aus. Der optimale Griff zu den Beinen dürfte der zu den Unterschenkeln direkt oberhalb des Knöchels sein
    6. achte - wie in allen Rückbeugen - darauf, daß die Knie nicht weiter als hüftbreit auseinander bewegen. Benutze ggf. einen Gürtel, angebracht direkt oberhalb der Knie, um das sicherzustellen
    7. manchmal treten Knieschmerzen beim Zug an den Füßen auf. Anatomisch gesehen, ist Last auf Knien, die deutlich über 90° gebeugt sind, nicht besonders verträglich für die Knie, jedoch ist der Zug an den Füßen absolut gesehen, keine für die Knie gefährliche Last. Prüfe, ob gute Vorbereitung mit supta virasana, ardha supta krouncasana und 1. Quadrizepsdehnung an der Wand das Problem reduzieren
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten