parivrtta trikonasana
"gedrehtes Dreieck"

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letzte Änderung: 30.12.2018
Name: parivrtta trikonasana
Trivialname: gedrehtes Dreieck
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Stehhaltung
psychomental: . _
physiologisch: . hüftflektierende drehende Stehhaltung
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • Wegen des gestreckten vorderen Beins und der weiten Flexion in der Hüfte braucht es gute Flexibilität in der ischiocruralen Gruppe, bereite dies vor mit:
    1. uttanasana als allgemein effektive und effiziente Dehnung der ischiocruralen Gruppe für Vorbereitung der Flexion in den Hüften in dieser Haltung
    2. prasarita padottanasana sehr ähnlich wie uttansana
    3. parsvottanasana als über die uttanasana hinausgehende Dehnung
    4. pascimottanasana
    5. janu sirsasana
    6. tryangamukhaikapada pascimottanasana
    7. Hund Kopf nach unten als ebenfalls gute Vorbereitung der Ischiocruralen, wenn das Becken kraftvoll gekipppt wird
    8. Hüftöffnung 5 als sehr wirksame, über die uttanasana hinausgehende Dehnung der Ischiocruralen
    9. Kriegerstellung 3
    10. trikonasana
  • die Drehung des Oberkörpers ist die gleiche wie in einigen anderen Haltungen, bereite vor mit:
    1. sitzendes Drehen als sehr effektive und effiziente Übung zum Drehen
    2. parivrtta ardha chandrasana
    3. jathara jarivartanasana
    4. maricyasana 3
  • die monoartikulären Extensoren des vorderen Beins arbeiten in weitgehender Dehnung, was dehnende Vorbereitung brauchen kann:
    1. halber Lotus Vorwärtsbeuge
    2. Hüftöffnung am Mattenrand
    3. Hüftöffnung 3
    4. parivrtta ardha chandrasana
  • da die monoartikulären Extensoren des vorderen Beins einen großen Teil des Körpergewichts halten müssen, können sie eine kräftigende Vorbereitung brauchen:
    1. caturkonasana
    2. parsvakonasana
    3. Theke
    4. Kriegerstellung 2
    5. purvottanasana
    6. urdhva dhanurasana
    7. eka-pada-Variante der urdhva dhanurasana
    8. setu bandha sarvangasana
    9. eka-pada-Variante der setu bandha sarvangasana
    10. Kriegerstellung 3
    11. rückwärts gegen die Wand"-Variante" der Kriegerstellung 3
    sowie anderen diversen Rückbeugen
  • Durch die Lastverteilung und die schmale physikalische Stützbasis erhält die Haltung einen deutlichen Balancecharakter, bereite diesen Aspekt vor mit:
    1. Kriegerstellung 3
    2. vrksasana
    3. hasta padangusthasana
    4. eka pada prasarita (ein Bein gehoben)-Variante der uttanasana
    5. ardha chandrasana
    6. parivrtta ardha chandrasana
  • der untere Arm macht eine kräftige Retroversionsbewegung, die in auch einer anderen Haltung geübt werden kann:
    1. jathara parivartanasana
    2. Hund Kopf nach oben mit umgedrehten Füßen
  • Nachbereitung:
    ähnliche asanas:
  • nach Geometrie, Wirkung und Lasten sehr ähnlich:
    1. parivrtta ardha chandrasana die gleiche Haltung um 45° gekippt
  • Diagnostik (Nr.):
  • (880) Überstrecken der Knie: Mit dem Überstrecken der Knie wird die Fähigkeit zu oder auch der aktuelle Zustand eines Winkels von mehr als 180° im Kniegelenk bezeichnet. Bis zu einem gewissen Maße gilt das den Anatomen als normal und ist im Schnitt beim weiblichen Geschlecht weiter verbreitet und ausgeprägter. Es kann aber auch auf eine Schwäche der Quadrizeps oder der Ishciocruralen hinweisen. Weiter treten in Überstreckung nicht selten unphysiologische Empfindungen auf, die nicht von Dehnung oder Anstrengung der Muskulatur herrühren und vermieden werden sollten, siehe auch FAQ.
  • (852) Waden: in dieser Haltung wird die Wadenmuskulatur deutlich beansprucht, je weiter die Last von der Ferse in Richtung der Fußballen wandert (was für das Balancieren günstiger ist), desto größer ist die Kraftausdaueranforderung an die Wadenmuskulatur (den m. triceps surae). Die Wade neigt allerdings in dieser Haltung mit vollflächig aufgesetztem Fuß nur moderat zu Krämpfen. Treten Wadenkrämpfe rasch auf, deutet das oft auf mangelnde Kraftausdauer oder ein Versorgungsproblem wie etwa Magnesiummangel im Blut oder mangelnde Durchblutung hin. Dies hat in aller Regel nichts mit nächtlich auftretenden Wadenkrämpfen zu tun, die in aller Regel durch anhaltende Streckbewegungen (plantare Flexion) im Fußgelenk aufgrund des aktuellen Traumgeschehens bedingt sein dürften
  • (721) (724) Po: Hier lassen sich möglicherweise verschiedene Dinge auffinden:
    1. Verkürzungen und Verspannungen der glutälen Muskulatur, die sowohl die Flexion in der Hüfte des vorderen Beins begrenzen als auch eine Abduktion erzwingen, das heißt das Becken vom vorderen Bein wegdrehen, und dabei entsprechende Dehnungs- oder Verspanungsschmerzen verursachen. Glutäale Verspannungen sind oft die Folge von längeren oder häufigeren Fehlhaltungen, wie ein mit Sitzen auf dem gegenüberliegenden Oberschenkel abgelegter Fuß oder Schlafen mit seitlich angezogenem Bein. Die Vorwärtsbeuge des halben Lotussitzes und die Hüftdehnung am Mattenrand geben hier weiteren Aufschluß.
    2. Reizung des n. ischiadicus, siehe FAQ
    3. Verkantungen eines Iliosacralgelenks, meist als moderater bis teils auch deutlicher transversaler Zugschmerz angegeben, können in dieser Haltung erstmals oder deutlicher zu Tage treten. Möglich ist auch, daß sie sich durch den Zug der Pomuskulatur lösen.
    4. Reizungen des Ansatzes der ischiocruralen Gruppe am tuber ischiadicum (Sitzbeinhöcker) werden in dieser Haltung deutlich zu Tage treten und bedürfen der Schonung vor intensiver Dehnung, wie sie diese Haltung fordert.
    5. mangelnde Kraftausdauer
  • (721) (724) ischiocrurale Gruppe: in weitgehender Flexion in einer Hüfte und unter Last in der Muskulatur der Beinrückseite lassen sich verschiedene Störungen auffinden:
    1. Verkürzungen der ischiocruralen Muskulatur, siehe FAQ
    2. Beschädigungen der ischiocruralen Muskulatur, die Schmerz oder funktionale Einschränkungen mit sich bringen, lassen sich hier ebenfalls gut, von einfacher Verspannung über Zerrung bis zum Muskel(An-/Teilab-/Ab-)riss. Abrisse würden zu einer Kraftminderung beim zügigen Verlassen der Haltung führen
    3. Reizungen des n. ischiadicus: gerade in Vorwärtsbeugen können Reizzustände des n. ischiadicus, der Bein und Fuß innerviert, symptomatisch werden, auch wenn sie sonst eher ruhig sind. Siehe dazu die FAQ
    4. Reizungen des Ansatzes der ischiocruralen Gruppe am tuber ischiadicum (Sitzbeinhöcker) werden in dieser Haltung deutlich zu Tage treten und bedürfen der Schonung vor intensiver Dehnung, wie sie diese Haltung fordert.
    5. Bakerzysten erzeugen ein Spannungs- oder Fremdkörpergefühl in den Knierückseiten, siehe FAQ
  • (650) Kyphose und Lordosen der Wirbelsäule: der Oberkörper sollte in seiner Torsion gestreckt sein, Abweichungen in Forn von Hyperkyphosen, Hyperlordosen können hier offenbar werden. Siehe dazu die FAQ
  • Varianten:
    Hüfte fallen lassen
    seitlicher Druck gegen den Unterschenkel
    mit Klotz
    Klotz in oberer Hand
    Ferse an der Wand
    an der Wand
    (P)
    (P) an der Wand
    Übergang zu parivrtta ardha chandrasana

    Anleitung Details
    1. nimm die gleiche Fuß- und Beinhaltung ein wie zum Aufbau von parsvottanasana, halte jedoch beim Beugen des Beckens nach vorn den Oberkörper gestreckt.
    2. Sobald der Oberkörper waagerecht ist, setze die linke Hand im rechten Außenfußbereich auf, je nach Beweglichkeit möglichst weit seitlich entfernt vom Fuß und soweit nach vorn, daß die Hand etwa auf Höhe der Schulter steht. Setze nur die Fingerspitzen auf, die Finger stehen steil
    3. drehe den Oberkörper:
      1. aus dessen eigener Kraft und
      2. aus der Kraft, die du gegen den Widerstand des Bodens mit der Hand ausüben kannst (die Fingerspitzen ziehen in Richtung Ferse, ohne jedoch dorthin zu bewegen, wegen der Reibung auf der Unterlage) soweit wie möglich.
    4. Strecke den rechten Arm auf 90° zur Wirbelsäule in der Rückenebene (bzw. Schulterlinie) vom Körper weg, das ist nicht immer exakt "nach oben". Schaue in die rechte Hand, falls das für die Nackenmuskulatur verträglich ist, sonst gerade aus oder gewähne die Nackenmuskulatur vorsichtig daran nach oben zu schauen.
    1. die Schwierigkeit, Gleichgewicht zu halten, ist etwa die gleiche wie in parsvottanasana, nur, daß man in dieser Haltung geneigt sein könnte, sich mit der Hand am Boden abstützen zu wollen. Das ist nicht im Sinne dieser Haltung. Die Hand am Boden soll nur dazu verwendet werden, Kraft auszuüben, um den Oberkörper mehr zu strecken und zu drehen und nicht, um sich abzustützen, denn das würde die richtige Arbeit im vorderen Fuß beeinträchtigen und zu deutlicher Instabilität führen. Stütze also so leicht wie möglich ab, nur mit wenigen Gramm. Gelbfärbungen an Teilen der Finger deuten auf zu viel Druck bzw. Gewichtskraft hin. Jegliches Mehr an Gewicht auf den Fingern kann die Haltung destabilisieren. Der Arm soll keinesfalls zum Abstützen irgendwelcher Teile des Körpergewichts eingesetzt werden sondern allein zur Unterstützung der Dreh- und Streckbewegung des Oberkörpers:
      1. die parallel zur Fußmittellinie nach hinten ausgeübte Kraf unterstützt die Streckbewegung des Oberkörpers
      2. die senkrecht dazu in Richtung des Fußes ausgeübte Kraft unterstützt die Drehung des Oberkörpers
      Dabei soll die Streckersehne des Mittelfingers auf dem Handrücken 180° zur Richtung der ausgeübten Kraft zeigt, also von der Ferse aus über das Handgelenk weg, damit in den Fingergelenken möglichst keine Varus- oder Valgusstresse auftreten.
    2. der Oberkörper soll gestreckt sein. Um das zu erleichtern, setze nicht die rechte Handfläche auf, sondern nur die Fingerspitzen, bzw. benutze, falls nötig einen Klotz, auf den du die Fingerspitzen setzt. In einigen Fällen sind die vorhandenen Klötze nicht hoch genug, so daß der Übende sich am Unterschenkel abstützen oder mehrere Klötze übereinander verwenden muß. Jegliches zu tiefes Abstützen verdirbt die Haltung
    3. zur Problematik des ruhigen Stehens in dieser Haltung, insbesondere was die Position der Füße betrifft, siehe parsvottanasana.
    4. das Drehen des Oberkörpers kann soweit gehen, daß die Schultern übereinander stehen, eventuell auch weiter
    5. das intensive Drehen des Oberkörpers führt fast immer dazu, daß die Hüfte des hinteren Bein sinken gelassen wird. Das ist für Anfänger und ein wenig Fortgeschrittene akzeptabel, da:
      1. die meist noch nicht in ausreichendem Maße über die dadurch bewirkte Dehnung des m. glutaeus verfügen, die durch das Sinkenlassen der Hüfte des hinteren Beins, welches einer Adduktion des Beins entspricht, verbessert wird
      2. anfangs kaum eine Chance besteht, die Bewegung des Beckens von der des Oberkörpers vollständig zu trennen
    6. für den Winkel zwischen den Fußmittellinien gibt es ein individuelles Optimum, welches stark von der Flexibilität der Wadenmuskulatur abhängt und fast immer zwischen zwischen 30° und 45° liegt. Die Ferse solll unbedingt schwer auf dem Boden ruhen, daß andernfalls die physikalische Stützbasis ungleich schmaler und die Stabilität deutlich geringer, also auch die nötige Balancearbeit entsprechend größer wird. Grundsätzlich gilt, daß je weniger flexibel die Waden sind, desto größer der Winkel sein sollte, da die Ferse über die Vergrößerung des Winkels im Bogen zum Boden bewegt. Andererseits führt ein größerer Winkel über Einschränkungen der Rotation im Hüftgelenk dazu, daß die bezügliche Hüfte weniger leicht vorn zu halten ist. In Abwägung der beiden konkurrierenden Zielgrößen wird zumeist ein individuelles Optimum gefunden. Sollte es nicht gefunden werden können, so kann darüber nachgedacht werden, den Abstand zwischen den Füßen zu verkleinern, was die Problematik entschärft. Natürlich soll die Haltung dadurch nicht zu einer Art parivrtta uttanasana verkommen. Andererseits kann, wenn sehr viel Spielraum besteht, also insbesondere das Winkel-Intervall sehr groß ist, indem sowohl die Hüfte vorn als auch die Ferse stabil auf dem Boden gehalten werden können, über eine Vergrößerung des Abstands zwischen den Füßen nachgedacht werden
    7. stütze Dich mit dem Arm bzw. den Fingerspitzen nur minimal am Boden ab, die Fingerspitzen sollen nur so viel Gewicht haben, daß deren Reibung auf dem Boden hinreicht, um nicht wegzurutschen, wenn die Fingerspitzen in Richtung der Ferse gedrückt werden. Kräftigeres Abstützen (mehr Gewicht auf der Hand) verwässert den Charakter der parivrtta trikonasana als Stehhaltung in Richtung einer Stützhaltung und bedingt zumeist ein wesentlich schlechteres Standvermögen, da ein gewisses Schwanken zwischen Hand und Füßen entsteht. Nutze den Arm, dessen Hand am Boden abstützt für zwei Bewegungen: schiebe die Hand gegen die Reibung der Matte (so daß sich die Hand nicht fortbewegt, sondern der Arm eine resultierende Kraft auf den Oberkörper ausübt):
      1. nach "innen", also in Richtung der Fußaußenkante, was die Drehung des Oberkörpers unterstützt
      2. nach "hinten", also in Richtung der Ferse, was die Streckung des Oberkörpers unterstützt.
      Um Valgus- und Varusstreß in den Gelenken der Finger so weit möglich zu vermeiden, halte hie Sehne des Mittelfingers auf dem Handrücken 180° zur Richtung der ausgeübten Kraft, sie ist also dazu parallel. Bei dieser Haltung übertragen die Fingerflexoren die ausgeübte Kraft weitestgehend und die Fingergelenke werden nicht belastet.
    8. die Stabilität der Haltung an sich darf nicht von dem unteren Arm bzw. seiner Fingerspitzen am Boden abhängen. Erst dann, wenn der Arm zur Unterstützung der Drehung und Streckung des Oberkörpers eingesetzt wird, entsteht eine Abhängigkeit. Sobald der Krafteinsatz des unteren Arms wieder auf Null zurückgefahren wird, muß die Haltung auch ohne die Fingerspitzen am Boden wieder stabil sein.
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten

      Hüfte fallen lassen

      Anleitung Details
      1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein, erlaube jedoch der zum hinteren Bein gehörigen Hüfte, weiter nach vorn unten zu bewegen als einem waagerechten Becken entspricht
      1. als klassische Ausweichbewegung bei weniger beweglicher ischiocruraler Gruppe oder auch weniger beweglicher Pomuskulatur bewegt die zum hinteren Bein gehörige Hüfte meist nach hinten-oben, statt daß beide Hüften gleich hoch sind. Wird die Beweglichkeit besser, entsteht irgendwann die Möglichkeit, diese Hüfte weiter nach vorn unten bewegen zu lassen. Da sich die Kräfte der Drehung des Oberkörpers und die des mit der Hand auf dem Boden abstützenden Arms bis in Becken fortpflanzen, drückt es die Hüfte des hinteren Beins nach vorn-unten, was der Überkompensation der Ausweichbewegung entspricht. Dies kann bis auf weiteres als problemlos angesehen und zugelassen werden, da sich dadurch die Beweglichkeit der Ischiocruralen und der Abduktoren des Hüftgelenks wie der Pomuskulatur weiter verbessert. Sollten dabei aber Schmerzen im Hüftgelgenk oder eine Krampfneigung auftreten, muß das Becken aus der überkompensierten Stellung wieder in das Haltungsideal mit waagerechtem Kreuzbein, welches parallel zu vorderen Bein nach vorn zeigt, zurückgebracht werden
       
      Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
         

           

        seitlicher Druck gegen den Unterschenkel

        Anleitung Details
        1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein. Wenn die Beweglichkeit nicht hinreicht, um die Fingerspitzen im Außenfußbereich auf dem Boden aufzusetzen, drücke statt einen Klotz zu benutzen, in dieser Variante mit der Hand von außen gegen den Unterschenkel um den Oberkörper mit kräftig unterstützendem Arm drehen zu können
        1. in der Standard-Variante drücken die neben dem Vorfuß aufgesetzten Fingerspitzen schräg diagonal (nach hinten und in Richtung Fuß) in Richtung der Ferse. Dies enthält die Vektorkomponenten:
          1. in Richtung Fuß, die den Oberkörper drehen hilft
          2. parallel zum Fuß, die den Oberkörper strecken hilft
          Letztere entfällt nun hier. Es wird nur noch die Drehung unterstützt, dafür umso kräftiger
        2. achte darauf, den gegen das Bein drückenden Arm voll ausgedreht zu halten, um das Ellbogengelenk nicht mechanisch in Richtung des Drucks zu blockieren sondern dieses mit der Kraft des Trizeps durchzustrecken
        3. der Krafteinsatz des unteren Arms ist nicht mehr durch begrenzte Reibung beschränkt, sondern kann so kraftvoll ausgeführt werden, wie des der ausführende Arm mit seiner Retroversionsbewegung und die gedehnte schräge Bauchmuskulatur oder die Pomuskulatur erlauben, je nachdem, wer von diesen dreien zuerst an die Grenze gerät
         
        Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
           

             

          mit Klotz

          Diese Variante ist für Anfänger geeignet, die sich nicht am Boden abstützen können, dabei sehr wackelig werden oder deren Rücken dabei deutlich krumm wird.
          Anleitung Details
          1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein; wenn die Fingerspitzen den Boden nicht erreichen, verwende einen Klotz als "Erhöhung" des Bodens oder als "Verlängerung des Arms"
          1. die Notwendigkeit der Benutzung eines Klotzes oder eines entsprechenden Hilfsmittels und die Art und Weise, wie er bzw. es verwendet wird, hängt weitestgehend von der Beweglichkeit der ischiocruralen Gruppe ab, in geringem Maße ggf. auch noch von anderen Hüftextensoren wie der Pomuskulatur. Der üblicherweise verwendete Klotz hat drei verschiedene Kantenmaße und kann dementsprechend für geringen, etwas größeren und deutlichen Support verwendet werden, wobei die Kippstabilität, also das zum Kippen notwendige Moment mit kleiner werdender Aufstandsfläche, also größerer Höhenausdehnung des Klotzes abnimmt. In jedem Fall sollte der Klotz mit der längsten am Boden befindlichen Seite in der Richtung ausgerichtet sein, in die die Hand drückt, also diagonal nach schräg hinten in Richtung der Ferse zeigend. Wird mehr als ein Klotz auf seiner zweitgrößten Fläche stehend benätigt, so sollten weitere Klötze flach darunter gelegt werden. Neigen die Klötze dazu, gegeneinander zu verrutschen, so sollten Patches dazwischen gelegt oder der Druck der Finger auf den Klotz erhöht werden
           
          Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
             

               

            Klotz in oberer Hand

            Anleitung Details
            1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein, halte jedoch dabei einen Klotz oder einen anderen relativ kompakten Gegenstand in der oberen Hand
            1. statt des Klotzes kann natürlich auch ein anderer geeigneter, ggf. schwererer Gegenstand verwendet werden, etwa eine leichte Kurzhantel. Dann muß besonderes darauf geachtet werden, daß der Arm senkrecht nach oben zeigt und nicht etwa nach hinten oder vorn kippt, da der lange Hebelarm des die Hantel haltenden Arms ein deutliches Kippmoment des Körpers erzeugt.
            2. bereits bei einem relativ leichten Klotz ist der Unterschied in der Ausrichtung zu spüren: wird der Klotz hochkant gehalten, wirkt er stärker als ein flach gehaltener Klotz. Auf andere Gegenstände, die mehr Masse weit entfernt vom Schwerpunkt konzentrieren, trifft dies umso mehr zu, beispielsweise Kurzhanteln
             
            Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
               

                 

              Ferse an der Wand

              Diese Variante nimmt ein wenig von der Problematik des Wackelns der hinteren Ferse und gibt neben der Sicherheit, daß diese sich nicht bewegen kann, gleichzeitig ein besseres Gespür für die Arbeit in den Beinen
              Anleitung Details
              1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein, lege die Matte aber im 45°-Winkel gegen die Wand, so daß ein möglichst großer Bereich des Außenfußes von der Ferse an nach vorn gegen die Wand drücken kann.
              1. diese Variante wirkt einer häufig gesehenen Schwierigkeit entgegen, die manchmal nur über eine unmäßige Verkleinerung des Abstands zwischen den Füßen zu lösen ist: ist der triceps surae oder einer der Supinatoren des hinteren Beins nicht hinreichend beweglich, kann die zugehörige Ferse nicht satt auf dem Boden ruhen, was aber für die Stabilität wichtig wäre. Vergrößert man nun den Winkel zwischen den Füßen, so gelangt die Ferse besser zum Boden, jedoch wird es schwieriger, das Becken nach vorn zu drehen bzw. das Ausweichen des Beckens in Richtung weg vom vorderen Bein zu verhindern; bei der Wahl des Winkels zwischen den Füßen laufen wie oben beschrieben die beiden Zielgrößen Gewicht auf der Ferse und Leichtigkeit, mit der das Becken nach vorn gedreht werden kann, einander zuwider. Ein hinreichendes Maß an beiden Faktoren wird manchmal nur erreicht, indem der Abstand der Füße zueinander über Gebühr verkleinert wird. Mit dieser Variante sollte zusätzliche Stabilität in den hinteren Fuß kommen, so daß der Abstand etwas weniger klein gewählt werden kann
              2. grundsätzlich besteht die Wahl zwischen einem Aufbau, bei dem die Verbindungslinie der Fersen senkrecht zur Wand zeigt, was der übliche Aufbau sein dürfte, wenn die Matte im rechten Winkel zur Wand liegt. Alternativ kann, was hier günstiger ist, der Winkel der Matte zur Wand auch so gewählt werden, daß ein größerer Teil des Außenfußes an der Wand ist. Empfehlenswert ist bei druckempfindlichem Außenfuß, die Matte ein- oder mehrlagig an der Wand hochzuschlagen, denn die Basis des 5. Mittelfußknochens (kleinzehenseitig) prominiert im Außenfuß deutlich nach lateral und kann recht druckempfindlich sein
               
              Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
                 

                   

                an der Wand

                Diese Variante ist eine hervorragende Möglichkeit, ohne Hilfestellung eines Partners wesentlich kräftigere Drehung im Oberkörper zu erzielen und sich dabei auch mit der Fragestellung der waagerechten Haltung des Beckens zu befassen. Gleichzeitig ist hier die Möglichkeit umzufallen und jegliches Wackeln fast ausgeschlossen
                Anleitung Details
                1. lege die Matte längs an die Wand und baue die Haltung wie oben beschrieben mit den Fersen etwa 10 - 15 cm von der Wand entfernt auf
                2. die kontralaterale Hand im Außenfußbereich des vorderen Beins drückt nach wie vor kraftvoll diagonal nach schräg hinten in Richtung der Ferse.
                3. die andere Hand aber wird nach oben zeigend mit weit gebeugtem Ellbogen deutlich oberhalb der Schultern auf die Wand gesetzt und drückt knapp so kräftig gegen die Wand, wie die untere Wand von der Wand weg in Richtung der Ferse schiebt
                1. achte darauf, daß die Kräfte, die die beiden Arme ausüben, in einem günstigen Verhältnis stehen. Drückt die obere Hand kräftiger, weil diese Bewegung leichter fällt, wird der Körper von der Wand weg gedrückt. Würde die untere Hand kräftiger als die obere arbeiten, so würde das keine Stabilität kosten, jedoch wäre der nutzbare Spielraum zur Drehung nicht voll ausgenutzt, außer die Dehnungsempfindung wäre ohnehin am Limit
                2. achte darauf, daß die obere Hand mit der Sehne des Mittelfingers nach oben zeigt. Die Finger sind leicht gespreizt und der nicht zu sehr angehobene Ellbogen deutlich gebeugt, da so kräftiger gedrückt werden kann als mit weitgehend oder vollständig gestrecktem Arm.
                3. selbstverständlich kann auch hier ein Klotz für die untere Hand verwendet werden, wenn sie sonst nicht zum Boden kommt
                4. der Druck der oberen Hand gegen die Wand soll nicht dazu führen, daß das zugehörige Schulterblatt aus der Depression herausbewegt: ziehe es wie auch das andere immer noch in Richtung des Beckens
                 
                Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
                   

                     

                  (P)

                  Anleitung Details
                  1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein
                  2. der Supporter steht hinter dem Rücken des Ausführenden und dreht den Oberkörper, indem er mit der einen Hand am oberen Schulterkopf zieht und mit der anderen Hand gegen das untere Schulterblatt drückt
                  1. dieser Support ermöglicht eine hervorragende Drehung des Oberkörpers, wie man sie allein wohl kaum erreichen kann. Allerdings muß auch hier darauf geachtet werden, daß die Kurvung des Oberkörpers nicht umso kräftiger auftritt.
                  2. der ausgeübte Hebel der beiden Arme muß gleich sein. Da beim Zug am oberen Schulterkopf der Hebelarm etwas größer ist als beim Druck auf das untere Schulterblatt, muß die Arbeit der Arme entsprechend angepasst werden, so daß der Oberkörper des Ausführenden weder nach vorn gezogen noch nach hinten gedrückt wird. Weist der Ausführende diese Tendenz von sich aus auf, kann dies hier hervorragend korrigiert werden
                  3. steigere den Support langsam und achtsam und nimm ihn am Ende auch langsam zurück, damit die Haltung stabil bleibt
                  4. wenn die Gefahr besteht, daß der Ausführende umkippt, kann sein Becken von hinten mit der Hüfte des Supporters abgestützt werden
                   
                  Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
                     

                       

                    (P) an der Wand

                    Anleitung Details
                    1. nimm die Variante an der Wand wie dort beschrieben ein
                    2. der Supporter zieht mit einer Hand die obere Schulter von der Wand weg, wobei er zwischen Arm und Oberkörper hindurch greift um den Schulterkopf (das Acromium) zu fassen, und drückt mit der anderen Hand das untere Schulterblatt zur Wand hin
                    1. in Analogie zur allein ausgeführten Variante an der Wand darf auch hier die Summe der (aktiven und passiven, also vom Ausführenden und vom Supporter angewendeten) Kräfte, die die Schulter von der Wand weg bewegen, nicht größer sien als die Summe der Kräfte, die die untere Schulter zur Wand hin drücken, damit der Ausführende nicht destabilisiert oder gar umgekippt wird. Der Supporter muß dabei beachten, daß ihm eine ziehende Bewegung leichter fällt als eine drückende
                    2. neben dem angegeben Support kann der Supporter auch die Position des Beckens korrigieren, in dem er sicherstellt, daß die zum vorderen Bein gehörige Hüfte nicht weiter vorn oder tiefer ist als die zum hinteren Bein gehörige. Außerdem sieht er, ob beide Beine durchgestreckt sind und der Dickezehengrundgelenkbereich auf den Boden drückt.
                     
                    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
                       

                         

                      Übergang zu parivrtta ardha chandrasana

                      Anleitung Details
                      1. nimm die Haltung wie oben beschrieben ein und beuge das vordere Knie weit
                      2. schiebe die Hand im Außenfußbereich weiter nach vorn, setze nur die Fingerspitzen auf und diese auch nur ganz leicht
                      3. verschiebe sämtliches Körpergewicht auf den künftigen Standfuß, so daß auf dem hinteren Fuß kein Gewicht mehr ist und auf den Fingerspitzen minimales Gewicht
                      4. hebe das hintere Bein ohne Schwung langsam bis zum Maximum an
                      5. wenn das hintere Bein maximal angehoben ist, strecke das Standbein und den unteren Arm durch
                      6. drehe den Oberkörper so weit als möglich über das Standbein hinaus
                      1. dieser Übergang fällt vielen Menschen nicht ganz leicht. Gründe sind erstens die Balance, zweitens aber auch der Umgang mit der in der ischiocruralen Gruppe und Pomuskulatur auftretenden Dehnung und Anstrengung.
                      2. ähnlich wie beim Übergang von trikonasana zu ardha chandrasana ist die sorgfältige Verschiebung des Körpergewichts eminent wichtig für die Stabilität in der Haltung. Beuge das Standbein weit, bevor Du das Gewicht darauf verschiebst. Achte darauf, den Körperschwerpunkt entlang der Fußmittellinie zu verschieben. Setze die benötigte Waden-, Oberschenkel- und Pomuskulatur hinreichend kräftig ein um kraftvolle Stabilität zu erzeugen. Verschiebe das Gewicht langsam und sehr aufmerksam auf den Standfuß. Dieser soll dabei und in Folge gar nicht mehr wackeln. Wackelt er bei der Gewichtsverschiebung, fehlt es an Achtsamkeit oder Krafteinsatz und es ist wahrscheinlich, daß es auch im weiteren daran fehlen wird, so daß die Haltung nicht besonders stabil wird und möglicherweise auch durch einen deutlichen Mangel an Stabilität beendet wird. Wird beim Verschieben des Körpergewichts auf den Fuß an Krafteinsatz gespart, fehlt beim Stehen in der Haltung die notwendige Präsenz, welche man als eine Kombination von Wahrnehmungsfähigkeit für das Geschehen und Reaktionsfähigkeit auf die aufkommenden Notwendigkeiten verstehen kann.
                      3. achte darauf, daß der Fuß mit seiner Mittellinie parallel zum langen Mattenrand ist und bleibt und nicht etwa in einem unachtsamen Moment eindreht.
                      4. in keiner Phase des Übergangs oder einer der beiden Haltungen werden die Zehen auf den Boden gedrückt oder angehoben; beides würde die satte, gleichmäßige Gewichtsverteilung auf den Fußballen stören, insbesondere, wenn es nicht durchgehalten wird.
                      5. der Innenfuß soll kontinuierlich genau so kräftig auf den Boden gedrückt werden, wie der Außenfuß schwer auf dem Boden ruht. Wie an anderer Stelle (siehe FAQ) bereits erläutert, entspricht die minimale Spannung der Unterschenkelmuskulatur einer Inversionsstellung des Fußes, woraus folgt, daß ohne entsprechenden bewußten Einsatz der geeigneten Unterschenkelmuskluatur der Innenfuß möglicherweise schwerkraftgemäß in Bodennähe ist, und es vielleicht so aussieht, als wäre er auf dem Boden, sicherlich wird er aber nicht mit hinreichendem Druck auf den Boden drücken, so daß der Innenfuß (der Dickezehendrundgelenkbereich) zur physikalischen Stützbasis gerechnet werden kann. Infolge ist diese vorn eklatant schmaler als sie sein könnte, was zu einem entsprechendem Stabilitätsverlust führt. Bei der Gewichtsverschiebung auf den Standfuß darf (und muß in einem gewissen Maße auch) dieser eine kleine erkennbare Verschiebung in seiner Haut in Fußlängsrichtung machen, die Gewichtsverteilung zwischen der Fußinnen- und außenkante soll jedoch unbeeinträchtigt bleiben
                      6. war in der parivrtta trikonasana ein Klotz im Außenfußbereich nötig, ist es wahrscheinlich, daß dieser auch in parivrtta ardha chandrasana gebraucht wird. Allerdings wird dieser dort ein wenig weiter vorn gebraucht, so daß er beim Übergang verschoben werden muß, damit der Arm etwa senkrecht stehen kann, was eine notwendige Forderung ist, damit der Schulterbereich nicht tiefer ist als er sein müßte, was die Haltung bzgl. der Dehnungsanforderung in den Ischiocruralen erschweren würde.
                      7. der Oberkörper bleibt beim ganzen Übergang über das Bein hinaus gedreht. Läßt die Drehung während des Übergangs nach, muß sie später, wenn das Standbein ganz durchstreckt ist, wieder ausgebaut werden. Je nachdem, wie deutlich die Drehung ausgebaut werden muß und wie sehr dabei das Becken noch drehen muß oder kann, erfolgt noch eine spürbare Verschiebung des Schwerpunkts quer zur Fußlängsachse, das kritisch ist, da die physikalische Stützbasis in dieser Richtung sehr schmal ist.
                      8. das gebohene Bein ist, wie in parivrtta ardha chandrasana beschrieben, durchgestreckt, die Ferse streckt leicht weg, der Innenfuß streckt nicht weniger als der Außenfuß weg und es kann im Gegensatz zur parivrtta ardha chandrasana eindrehen, eine Ausdrehung, wie sie durch die Kraftextensoren des Hüftgelenks, die im Hüftgelenk gleichzeitig exorotierenden Pomuskeln induziert wird, muß jedoch auf jeden Fall vermieden werden
                      9. wie in allen Haltungen mit gestrecktem Bein, auf dem Last ruht, muß Überstrecken des Kniegelenks vermieden werden, wenn es ein gewisses Maß überschreitet, auf jeden Fall aber, wenn auf der Vorder- oder Rückseite des Knies Mißempfindungen auftreten, die nichts mit Dehnung oder Anstrengung zu tun zu haben scheinen
                       
                      Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können