vasisthasana
"seitlicher Streckstütz"

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letzte Änderung: 11.8.2017
Name: vasisthasana
Trivialname: seitlicher Streckstütz
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Übung
psychomental: .
physiologisch: .
Wirkungen:
Vorbereitung:
  • Um Hypertonus der palmaren Flexoren und Krämfe der dorsalen Flexoren zu vermeiden, kann die Unterarmmuskulatur vorbereitet werden mit:
    1. Unterarmdehnung dorsal
    2. Unterarmdehnung plantar
    3. Unterarmdehnung palmar in upavista konasana
  • Das seitwärtige Wegstrecken der Arme erfordert eine gute Protraktion des Schulterblattes, bereite vor mit:
    1. ellbogenstand
    2. rechtwinkliger Ellbogenstand
    3. Hundeellbogenstand
  • Ein Element der Haltung ist das seitwärtige Strecken (Nicht-seitwärts-Krümmen) des Rückens. Vorbereitend sind:
    1. "ardha vasisthasana
    2. trikonasana
    3. ardha chandrasana
  • die Pomuskulatur und andere Abduktoren und Extensoren werden gebraucht, um gegen die Beugeneigung in den Hüften aus Beweglichkeitseinschränkungen der Hüftbeuger anzuarbeiten, bereite vor mit:
    1. caturkonasana
    2. parsvakonasana
    3. Theke
    4. Kriegerstellung 2
    5. purvottanasana
    6. urdhva dhanurasana
    7. eka pada-Variante der urdhva dhanurasana
    8. setu_bandha_sarvangasana
    9. eka pada-Variante der setu bandha sarvangasana
    10. Kriegerstellung 3
    11. rückwärts gegen die Wand"-Variante" der Kriegerstellung 3
    sowie anderen diversen Rückbeugen
  • Die Hüftbeuger neigen dazu, das Becken in Flexion zu halten statt die Hüften gestreckt werden zu lassen. Dehne sie vorab mit:
    1. Hüftöffnung 1
    2. Hüftöffnung 2
    3. Kriegerstellung 1
    4. ardha supta krouncasana
    5. supta krouncasana
    Bei gegebener Rückengesundheit - also wenn keine Schäden an der Wirbelsäule und den Bandscheiben gegeben sind - kommen dazu:
    1. Hund Kopf nach oben
    2. urdhva dhanurasana (Brücke)
    3. ustrasana (Kamel)
    4. setu bandha sarvangasana
    sowie etliche weitere Rückbeugen mit Hüftextension
  • Nachbereitung:
    ähnliche asanas:
    Diagnostik (Nr.):
  • (302) Trizeps: Der Trizeps wird benötigt um den abstützenden Arm mit ruhiger Kraft durchgestreckt zu halten. Deutliches Zittern kann auf einen Mangel an Kraft hinweisen. Krampfneigung und Krampf kann auf einen erhöhten Tonus und ebenfalls einen Mangel an Kraft bedeuten. :
  • (401) Handgelenk: in weitgehender dorsaler Flexion und unter großer Last treten am ehesten Schwächen der Handgelenke zu Tage:
    1. Ganglion, meist im dorsalen Bereich zwischen Hand und Unterarm, erzeugt Druckempfindung bei dorsaler Flexion des Handgelenks
    2. Sehnenscheidenentzündung der Sehnen der palmaren Flexoren oder Fingerbeuger
    3. Karpaltunnelsyndrom: Verschlechterung der Symptomatik in dieser Haltung
    4. Brüche und Anbrüche von Handwurzelknochen, allen voran dem Kahnbein
    5. Arthrotische Veränderung (degenerativ mit Knorpelschwund) des Gelenks
    6. Arthritiden (Gelenksentzündungen) verschiedener Art
    7. Dyslokation / Subluxation, die ein deutlich erhöhtes Spannungsempfinden in verschiedenen das Hüftgelenk überziehenden Muskeln verursachen würde
    8. erlittene Gelenktraumata, die ggf auch noch nach vielen Wochen oder Monaten Schmerzen im Gelenk verursachen
    aber auch rein muskuläre Symptome wie:
    1. Verkürzungen/Hypertonus der dorsalen Flexoren des Handgelenks, die sich dann krampfartig in der dorsalen Seite des Ellbogengelenks bemerkbar machen
    2. Verkürzungen/Hypertonus der dorsalen Flexoren des Handgelenks, die die dorsale Flexion des Handgelenks in der ausführenden Muskulatur auf der palmaren Seite des Unterarms dehnungsschmerzhaft machen
    3. Golferellbogen: Belastungsschmerz an der Ursprungsstelle von Muskeln der inneren ulnaren Seite des Unterarms im Übergang zum Oberarm
  • (217) Nacken: Den Kopf zu halten, bedeutet Arbeit für die HWS-Muskulatur, Kraftausdauermängel und Hypertonus können in dieser Haltung entdeckt werden.
  • (231) (234) Schulter : Das seitwärtige Stützen kann Schwächen oder Erkrankungen des Schultergelenks aufzeigen:
    1. verschiedene pathologische Veränderungen des Schultergelenks wie z.B. Impingement-Syndrom (Highlight: Schmerzen zwischen ca. 70° und 130° frontaler Abduktion), Frozen shoulder, Verkalkungen der Bizepssehne, die hier nicht alle diskutiert werden können und der Abklärung bedürfen. Facharzt ist b.a.w. der Orthopäde. .
    2. Seitenunterschiede in der Beweglichkeit
  • Varianten:
    auf Fingerspitzen
    Füße leicht versetzt
    Füße hintereinander

    Anleitung Details
    1. stehe in Hundestellung Kopf nach unten
    2. verlagere das Körpergewicht auf die rechte Hand und bringe dabei Druck auf alle Teile der rechten Hand und deren Finger
    3. drehe den Oberkörper von der rechten Hand weg nach links und strecke dabei in den Hüften langsam durch bis auf 180 °. Drehe dabei den rechten Fuß mit der Außenkante und die Ferse zum Boden
    4. strecke die linke Hand zur Decke
    5. lege den linken Fuß auf dem rechten Fuß ab, so das die Großzehe des linken Fuß noch zusätzlich am Boden abstützt. Der linke Fußknöchel liegt dabei in der Höhlung des rechten Innenfußes
    6. bringe das Becken genau zwischen Füße und Brustbein, nicht höher und nicht tiefer. Halte den Kopf genau in Verlängerung der Brustwirbelsäule
    7. setze die Gesäßmuskulatur ein und drücke das Becken soweit nach vorn, daß das Gesäß nicht nach hinten heraussteht
    8. zusammen mit der Tendenz des Beckens, nach hinten zu bewegen, ist die Neigung des Oberkörpers zu erkennen, nicht durchzustrecken, sondern einen Rundrücken anzunehmen. Strecke daher das Brustbein weg vom Schambein, um den Rumpf durchzustrecken
    9. wie in ähnlichen Haltungen auch, drehe beide Arme aus (Innenellbogen und Bizeps in Richtung des Kopfes) und strecke den oberen Arm maximal zur Decke
    10. Hebe das obere Bein vom unteren ab, beuge das Knie weit, drehe das Bein aus und greife mit Zeige- und Mittelfinger den Dicken Zehen
    11. Unter weiterer Ausdrehung des gehobenen Beins strecke das Bein langsam in Richtung Decke durch, halte das Becken immer noch zwischen Brustbein und auf dem Boden verbliebenen Fuß, also die Hüfte des unteren Beins genau gestreckt.
    12. Durch das gehobene Bein ist der Körperschwerpunkt und die Hebelverhältnisse nochmals ungünstiger gegenüber der ardha vasisthasana, was mehr Kraft und Aufmerksamkeit bei der Balancearbeit erfordert.
    1. diese Haltung lebt von kräftigem Einsatz der Unterarmmuskulatur, die eine ständige Anstrengung zur Stabilisierung der Haltung im Sinne der palmaren Flexion und Pronation unternimmt. Den Erfolg dieser Anstrengung sieht man einerseits an einer ruhigen, stabilen Haltung, andererseits an nicht leichter werdenden oder abhebenden Fingergrundgelenkbereichen
    2. die stützende Hand kann eine Handbreit weiter von den Füßen weg sein als die Schultern, nicht aber deutlich weiter. Drehe den zugehörigen Arm aus, so daß der Bizeps und Innenellbogen in Richtung Kopf zeigt. Drücke die stützende Hand zum Fuß hin
    3. Strecke beide Arme maximal vom Körper weg. Insbes. im oberen Arm dient dies - in Kombination mit der Ausdrehung des Arms - der Vermeidung unangenehmer Spannung im m. trapezius
    4. im Sinne der Kräftigung der Rumpfseiten halte das Becken genau zwischen den Füßen und dem Brustbein. Sowohl eine zu hohe als auch eine zu niedrige Position des Beckens ist eine unzulässige Ausweichbewegung. Gegenüber der ardha vasisthasana ist es hier deutlich schwieriger, das Becken in der richtigen Position zu halten, da nicht nur das gehobene Bein zum Angehobenhalten des Beckens nicht mehr zur Verfügung steht sondern auch noch mit angehoben werden muß.
    5. achte sehr auf den bestmöglichen Einsatz der Gesäßmuskulatur um die wahrscheinlich auftretende Flexion in den Hüften so gut als möglich zu beseitigen. Je nach Beweglichkeit der Hüftbeugermuskulatur verbleibt ggf. ein Rest an Flexion. Eine Extension in den Hüften ist ebenfalls nicht wünschenswert
    6. spreize die Finger bestmöglich, um optimale Voraussetzungen für die Arbeit mit der Hand zu haben. Immerhin ruht auf dieser Hand ein großer Teil des Körpergewichts
    7. Bei guter Flexibilität kann statt des dicken Zehen auch die Fußaußenkante oder die Ferse gegriffen werden.
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

    1. 2

    2. 4
     

    Varianten

    auf Fingerspitzen

    Anleitung Details
         
        Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

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        3. 2

        4. 4
         

           

        Füße leicht versetzt

        Anleitung Details
             
            Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

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            Füße hintereinander

            Anleitung Details
                 
                Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können

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